Verkehr

Morgens schnell zur Arbeit, am Wochenende mit dem Fahrrad raus ins Grüne oder einfach ein Spaziergang durch den Kiez? Es geht eigentlich immer hektisch zu auf den Straßen Berlins. Schlechte Luft, rasende und hupende Autos, Radfahrende auf dem Fußweg und viel zu kurze Ampelphasen für Fußgänger*innen stressen uns alle und machen uns schlimmstenfalls krank. Für eine bessere Verkehrssicherheit aber auch Klimaschutz und Gesundheit möchte ich diese Themen angehen.

Beim Verkehr in Berlin geht es längst nicht mehr nur um einen möglichst flüssigen Verkehrsablauf für Autofahrer*innen. Auch viele andere Faktoren spielen eine wichtige Rolle für die Bevölkerung. Dabei geht es um Verkehrssicherheit, auch für Fußgänger*innen und Radfahrende, um Lärmreduzierung und um Klimaschutz und schlussendlich auch um Ästhetik.

Gemeinsam mit Euch möchte ich die Kieze als lebenswerte Räume zurückerobern. Immer wieder zeigt sich, dass man mit Initiativen vor Ort Großes bewegen kann - und in diesen auch gern zusammenkommt! Die Politik muss dieser Veränderung Rechnung tragen. Hier sehe ich als Verkehrspolitiker einen wichtigen Beitrag diese Stadt, den Weddinger Norden lebenswerter und liebenswürdiger zu gestalten.

Es ist mir ein Anliegen, den Fuß- und Radverkehr sicherer und flüssiger zu gestalten. Ich möchte zu mehr öffentlichen Mobilitätsangeboten beitragen – der Ausbau des ÖPNVs ist mir deshalb eine Herzensangelegenheit! Die von den Grünen angestrebte Privatisierung der S-Bahn Berlin ist dabei nicht das Mittel der Wahl. Darüber hinaus wird nach wie vor zu viel öffentlicher Raum für das Parken von Autos verbraucht. Dieser soll in Zukunft für alle Menschen nutzbar gemacht werden.

Fußgänger*innen

Wie man auf allen Straßen im Wedding sehen kann, bewegen sich viele Menschen zu Fuß durch ihre Kieze. Statistisch erfasst sind das 30% aller Verkehrsteilnehmer*innen. Um den Fußverkehr sicherer zu gestalten, bedarf es einer verstärkten Instandhaltung von Fußwegen, längeren Grünphasen und abgesenkten Bordsteinen an Kreuzungen. Zur Verbesserung trägt aber auch bei, wenn Autos Kreuzungen nicht mehr zuparken.

Konkret sind gerade die Grünphasen für Fußgänger*innen, die die Seestraße und Osloer Straße kreuzen wollen, zu kurz. Eine ähnliche Situation findet man in der Barfusstraße vor. Der Fußgängerüberweg, der die beiden Teile des Schillerparks miteinander verbindet, hat nach wie vor nur eine Fußgängerinsel, obwohl die BVV schon 2016 beschlossen hat, dort Tempo 30 einzuführen und einen Zebrastreifen zu installieren. In ähnlicher Weise würde ein Zebrastreifen über die Ungarnstraße auf Höhe der Indischen Straße die Sicherheit der Fußgänger*innen verbessern.

Radverkehr

Der Anteil des Radverkehrs am gesamten Verkehrsaufkommen hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Diese umwelt- und klimafreundliche Art der Fortbewegung ist ein geeignetes Element zwischen Fußverkehr und ÖPNV. Die Radwege sind, wenn überhaupt vorhanden, im Wedding in einem schlechten Zustand. Während nun beschlossen wurde, die Togostraße in eine Fahrradstraße umzuwandeln, bleibt die Müllerstraße als Hauptverkehrsstraße weiterhin Risikogebiet für Radfahrer*innen: sei es durch auf dem Radstreifen parkende Autos oder das gänzliche Fehlen einer Radspur. Die Achsen Müllerstraße, Seestraße/Osloer Straße und Schwedenstraße/Residenzstraße müssen zügig (aus-)gebaut werden. Langfristig müssen Wege gefunden werden den Radverkehr auf Straßen mit Kopfsteinpflaster zu ermöglichen, zum Beispiel durch asphaltierte Radstreifen.

Autoverkehr

Der Autoverkehr im Wedding gleicht häufig einem Stau auf der Autobahn. Während sich die Autos von der A100 kommend auf der Seestraße stauen, müssen sich Autofahrer*innen auf der Müllerstraße an Autos vorbeischlängeln, die in der zweiten Reihe parken. Wie auch bei den restlichen Straßen im Wahlkreis, in denen Tempo 50 gilt, möchte ich prüfen lassen, ob es nützlich für die Lärm- und Klimaschutz und auch für den Verkehrsfluss hilfreich ist, diese Strecken mit Tempo 30 zu begrenzen. Eine Anpassung auf Tempo 30 würde außerdem helfen, die Ampelschaltungen für Rad- und Autoverkehr zu synchronisieren. Langfristig möchte ich darauf hinarbeiten, dass der Arm der A100, der im Wedding zur Seestraße wird, baulich verkleinert wird oder gleich ganz entwidmet wird und die A100 am Dreieck Charlottenburg vorrangig in die A111 mündet.

Verkehrsberuhigung und Kiezblocks

Zur Beruhigung der Kieze unterstütze ich die Entstehung von Kiezblocks. Durchgangsverkehr gehört nicht in unsere Wohnbezirke. Deshalb muss auch die Afrikanische Straße verkehrsberuhigt werden. Darüber hinaus möchte ich alle Anwohner*innen bei der Schaffung von Kiezblöcken oder ähnlichen Konzepten unterstützen und einbeziehen.